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Zum Tod von Papst Johannes Paul II.
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Das Sterben und der Tod des Papstes hat ein
riesiges Interesse gefunden. Während manche Kommentatoren deshalb schon
von einer "Renaissance der Religion" sprechen, sind sich viele
andere darin einig, daß Johannes Paul II. eine wirklich große
Persönlichkeit gewesen ist, die hier ihr Echo findet. Wie immer im
Leben wird einem erst dann klar, was man zuvor hatte, wenn man seinen Verlust
zu beklagen hat – auch bei diesem Papst. Denn zu seinen Lebzeiten
war Johannes Paul II. zweifellos nicht nur beliebt und beachtet. Allerdings
war das auch offensichtlich nicht das Anliegen dieses Mannes, der seinen
Auftrag oft genug im Widerspruch sah. Insofern wird man wohl der Intention
Johannes Pauls II. mehr gerecht, wenn man sich mit seinen Botschaften
auseinandersetzt, als wenn man ihn im nachhinein nur noch bewundert oder
verehrt.
Mit über 26 Jahren Dauer war Pontifikat Johannes Pauls II. das drittlängste
in der Kirchengeschichte überhaupt – eine Epoche fast. Ob Johannes
Paul II. auch epochemachend für die Kirche gewirkt hat, ist schwer
zu sagen: Es war die Zeit nach dem 2. Vatikanischen Konzil im Übergang
zu einer multikulturellen, vielfach säkularisierten Welt, in der die
katholische Kirche nur noch eine relativierte Rolle spielt. In dieser Zeit
hat Johannes Paul II. dem höchsten Kirchenamt einen sehr persönlichen
Stempel aufgedrückt. Er war der Papst der 104 Auslandsreisen, der Papst
der bald 2000 Heilig- und Seligsprechungen, der Mann der Sympathien, aber
auch der gläubig-konservativen Beharrung, er war der Poet, der Rosenkranzbeter,
der Versöhner, der umjubelte Star der Jugend, nun aber auch schon seit
Jahren der öffentlich Leidende, der seine Krankheit als seinen persönlichen
Kreuzweg sah ...
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In dieser persönlichen Prägung des
Petrusamtes, die Johannes Paul II. eigen war, liegt die Frage begründet,
inwieweit die Inhalte, die dieser Papst verfocht, zukunftsweisend oder nur
(polnische) Anachorismen sind. Johannes Paul II. hat teilweise sehr grundsätzliche
Lehräußerungen getan, teilweise aber auch Themen behandelt, die
doch recht zeit- oder kulturbedingt erscheinen. Hier gilt es zu prüfen
und zu unterscheiden, denn auch prophetische Gestalten kommen nicht der
Offenbarung selbst gleich. Darum sollte man sich gründlich mit diesem
Pontifikat beschäftigen.
Deswegen präsentiert www.religioesebuecher.de hier in einem einfachen
Überblick einen Teil der zahllosen Bücher, die ernsthaft Zeugnis
vom Wirken Johannes Paul II. ablegen und die zu einer Besinnung oder zur
weiteren Diskussion anregen.
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