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William
J. Hoye:
Demokratie und Christentum.
Die christliche Verantwortung für demokratische Prinzipien
1999, 373 Seiten, gebunden, Aschendorff Verlag,
€ 25,50
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William Hoye verfolgt
in diesem Buch die wichtigsten Merkmale der modernen Demokratie auf
ihre christlichen Ursprünge zurück. Dies gelingt ihm unter
anderem durch eine ideengeschichtliche Untersuchung der wesentlichen
Begriffe, mit denen Demokratie in unserer Zeit in Verbindung gebracht
wird. Anhand von zentralen Begriffen wie Verantwortung, Gewissensfreiheit,
Gedankenfreiheit oder auch Menschenwürde wird aufgezeigt, wie
nachhaltig demokratische Wahrheiten mit christlichen Vorstellungen
verknüpft sind. Auf dieser Spurensuche begegnet der Leser den
Lehren und Werken von Cicero, Seneca, Augustinus, Bernhard von Clairvaux,
Hugo von St. Viktor und Thomas von Aqiun ebenso wie denen von Galilei,
Fichte, Kant oder Jefferson. Besonders hervorgehoben wird der Einfluß
des Christentums auf die Entstehung moderner Verfassungen. So wird
dieses Buch zu einer aufregenden Reise durch die abendländische
Philosophie, Theologie und Staatslehre, an deren Ende die Erkenntnis
steht, daß unsere heutige, moderne Demokratie ohne ihre Wurzeln
im Christentum kaum sinnvoll zu begreifen ist.
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Manfred
Spieker: Kirche
und Abtreibung in Deutschland.
Ursachen und Verlauf eines Konflikts 2000,
260 Seiten, kartoniert,
€ 25,20
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Der
Konflikt um die Mitwirkung der katholischen Kirche in Detuschland
an der nachweispflichtigen Schwangerschaftskonfliktberatung brachte
die Kirche an den Rand einer Spaltung. Von 1993 bis 1999 wurde die
Problematik eines katholischen Beratungsscheins unter den deutschen
Bischöfen, zwischen der Mehrheit der Bischöfe und Rom und
unter den deutschen Katholiken kontrovers diskutiert. Niemals im 20.
Jahrhundert hat ein kirchliches Thema derart die Öffentlichkeit
beschäftigt. Johannes Paul II. hat sich in fünf Briefen
der Mitwirkung der Kirche in Deutschland an dem derzeitigen staatlichen
Procedere widersetzt, weil der Schein Zentralbedingung für die
Straflosigkeit einer Abtreibung ist.
Das Buch wendet sich an all jene, die mit ihrem Kenntnisstand zu dieser
kontroversen Thematik nicht auf der Oberfläche eines allgemeinen
Schlagabtausches stehen bleiben wollen.
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Religion
ist keine Privatsache
2000, Hg. Wolfgang Thierse, 343 Seiten, gebunden, Patmos Verlag,
€ 22,00
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Prominente katholische
Sozialdemokraten, Theologen und Sozialethiker ziehen Bilanz über
den Wandel des Verhältnisses zwischen Kirche und Sozialdemokratie.
Sie nehmen dies zum Anlass, die Weichen für die Fortsetzung eines
fruchtbaren Gedankenaustausches zwischen Religion und Politik zu gegenwärtigen
gesellschaftspolitischen - auch umstrittenen - Fragen zu stellen.
Die Autoren:
Wolfgang Thierse, Benno Haunhorst, Georg Leber, Hans-Jochen Vogel,
Burkhard Reichert, Heinz Rapp, Ottmar Schreiner, Jürgen Werbick,
Heiner Ludwig, Karl Gabriel, Hans Langendörfer, Reinhard Marx,
Helge Wulsdorf, Marianne Heimbach-Steins, Ernst-Wolfgang Böckenförde,
Hellmut Puschmann, Josef Sayer, Ludger Honnefelder, Daniel Deckers,
Kurt Beck, Franz Müntefering, Ute Vogt, Daniel Bogner, Wolfgang
Tiefensee, Resi Jaeger, Michael Kröselberg, Christian Bernzen,
Barbara Hendricks, Gottfried Huba, Peter Glotz, Rudolf Scharping.
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Hermann-Josef
Große Kracht: Kirche
in ziviler Gesellschaft.
Studien zur Konfliktgeschichte von katholischer Kirche und
demokratischer Öffentlichkeit
1997,
494 Seiten, Schöningh Verlag, Taschenbuch,
€ 51,60
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Steht die katholische Kirche dem "Schock der Neuzeit" bis
heute eher hilflos gegenüber? Diese Untersuchung liefert nicht
nur einen Beitrag zur Staats- und Demokratietheorie der Kirche, sondern
auch zu den "säkulären" Theorien einer demokratischen
Zivilgesellschaft, die ohne die spezielle Unterstützung der großen
religiösen Gesinnungs- und Interpretationsgemeinschaften kaum
überlebensfähig sein dürfte.
Dieser freilich nicht ganz billige dafür aber sehr umfangreich
angelegte Band setzt sich auf hohem Niveau mit einer äußerst
aktuellen Thematik auseinander. |