Beschreibung: |
Gottesbeweise standen für mehr als zwei Jahrtausende im Brennpunkt der abendländischen Philosophie. Sie verkörperten das Bemühen, die mittels des Glaubens "geoffenbarte" Existenz Gottes auch mit Mitteln der Vernunft plausibel zu machen. Mit der Publikation der Kritik der Reinen Vernunft durch den Königsberger Philosophen Immanuel Kant im Jahre 1783 erlebten Gottesbeweise jedoch eine tiefgreifende Diskreditierung. Sie haben seit jener Zeit beinahe jegliche Bedeutung im öffentlichen Diskurs verloren. Dass Kants Kritik der Reinen Vernunft eine solche tiefgreifende historische Zäsur auslöste, gründete in der Erkenntnis, dass ein wissenschaftlicher Existenzbeweis, gleichgültig um was es sich handelte, grundsätzlich nur mit Blick auf die uns sichtbare Welt möglich war. Da aber Gott infolge seiner transzendenten Natur kein Gegenstand dieser sichtbaren Welt war, war es auch nicht möglich, wie Kant schlussfolgerte, seine Existenz wissenschaftlich beweisen zu können. Eben diese Schlussfolgerung hat Kant auf eine so suggestive Weise präsentiert, dass bei den ihm historisch nachfolgenden Philosophen der irrtümliche Eindruck entstanden ist, dass jeglicher wissenschaftlicher Gottesbeweis von vornherein unmöglich ist. Dass jedoch diese Eigenschaft der Transzendenz, die uns nach Einschätzung fast aller zeitgenössischer Theoretiker jedwede Möglichkeit zu nehmen scheint, die Existenz Gottes wissenschaftlich beweisen zu können, gerade der Ausgangspunkt zu einem solchen Beweis sein könnte, davon berichtet das vorliegende Buch. Es zeigt, daß die Struktur der Welt, wenn ihr Fundament transzendenter Natur sein soll, so restriktiven Bedingungen unterliegt, dass sich diese Bedingungen auch empirisch in dem von uns beobachteten physikalischen Universums bemerkbar gemacht haben mussten. Durch die theoretische Spezifikation dieser Bedingungen war es möglich, einen in der modernen Physik bislang unerklärlichen, speziellen empirischen Befund als mögliche "Signatur Gottes" isolieren und identifizieren zu können. |